Pädagogisches Konzept des Pfarrkindergartens Rehhof

Liebe Eltern, liebe Freunde des Pfarrkindergartens Rehhof!

Ein Kind, das wir ermutigen, lernt Selbstvertrauen.
Ein Kind, dem wir mit Toleranz begegnen, lernt Offenheit.
Ein Kind, das Aufrichtigkeit erlebt, lernt Achtung.
Ein Kind, dem wir Zuneigung schenken, lernt Freundschaft.
Ein Kind, dem wir Geborgenheit geben, lernt Vertrauen.
Ein Kind, das geliebt und umarmt wird, lernt zu lieben und zu umarmen
und die Liebe dieser Welt zu empfangen.

(Verfasser unbekannt)

Jedes Kind ist ein einzigartiges, unverwechselbares, wertvolles Geschöpf Gottes, das für seine persönliche Entfaltung Zeit, Liebe und Führung braucht. Jedes Kind will und muss seinen Anlagen und Fähigkeiten entsprechend gefördert und gefordert werden: von Ihnen als Eltern, aber auch von pädagogisch geschulten Fachkräften. Gemeinsam wollen wir Ihrem Kind ein tragfähiges Fundament für seinen persönlichen Lebensweg bereiten.

Das Konzept, das Sie in Händen halten, soll Ihnen Einblick geben in die angestrebten Lernziele und die pädagogische Arbeit in unserem Pfarrkindergarten.

Im Namen der Pfarrgemeinde bedanke ich mich für das Vertrauen, das Sie uns entgegenbringen und bitte gleichzeitig um Ihre konstruktive Mitarbeit zum Wohle der Kinder.

Maria Hadwiger, Pfarrassistentin

Leitbild

Da werden Hände sein, die dich tragen,

und Arme, in denen du geborgen bist,

und Menschen, die dir ohne Fragen zeigen,

dass du auf dieser Welt willkommen bist!

 

Unser Team

Wir als Pädagoginnen sehen uns als Partnerinnen und Vertrauenspersonen der Kinder. Wir schaffen  Bedingungen zur aktiven Teilnahme am Gruppenalltag und begleiten sie in ihrer Entwicklung. Dabei leben und lernen wir gemeinsam mit ihnen.

Die Arbeit mit Kindern ist eine tägliche Herausforderung. Die Liebe zum Kind und Fachwissen bilden das Fundament für eine erfolgreiche Arbeit.

Unsere erfolgreiche Arbeit entsteht nicht zuletzt aus unserer guten Teamarbeit. Zu unseren täglichen Morgen-Besprechungen gibt es mehrere Zeiten in der Woche, in denen wir unsere pädagogische Arbeit reflektieren, Kinderbeobachtungen besprechen und Schwerpunkte planen. Wir haben die verpflichtende Aufgabe, die gesamte Bildungsarbeit schriftlich zu dokumentieren.

Durch die Teilnahme an Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen vertiefen und erweitern wir unsere Methoden. Weiters erhalten wir noch Anregungen und Infos aus Fachzeitschriften, Büchern und kollegialem Austausch.

Unser Bild vom Kind

Ein Kind ist für uns eine Persönlichkeit, die mit verschiedenen Kompetenzen, Bedürfnissen und Emotionen in den Kindergarten kommt. Wir berücksichtigen diese Voraussetzungen und streben nach ganzheitlicher Förderung der Kinder.
 

Kinder brauchen:

Geborgenheit, Regeln, Freunde, Freude, Vertrauen, Unterstützung, Grenzen, Verständnis, Raum, Liebe, Ruhe und Freiheit

Kinder sind:

schutzbedürftig, neugierig, ehrlich, wissbegierig und einzigartig

Kinder dürfen:

Gemeinschaft erleben, spielen, Gefühle zeigen, Fehler machen, experimentieren

Unser Erziehungs- und Bildungsauftrag

Unser Auftrag ist es, die Erziehung, Bildung und Entwicklung der Kinder ihrem Alter gemäß zu fördern.

Unser Kindergarten ist eine familienergänzende und unterstützende Einrichtung, die offen  ist für gesellschaftliche Veränderungen, Projekte, Fortbildungen und neue Erkenntnisse der pädagogischen Arbeit.

Die wichtigsten Grundlagen für unsere Arbeit sind:

  • Anregung zur Selbständigkeit
  • Unterstützung der Persönlichkeitsentfaltung
  • Interessen und Anregungen der Kinder in die Planung mit einzubeziehen
  • Ausgleich finden zwischen  Ruhe und Bewegung, Freispiel und Aktivitäten,  Spannung und Entspannung, Draußen und Drinnen

Bildungsbereiche

 

Sprache

Sprachkompetenz erwerben die Kinder in verschiedenen Bereichen des Kindergartenalltags.

Sie erleben Sprache als Ausdrucks- und Verständigungsmittel.

Durch spontane Gespräche der Kinder untereinander und durch gezielte Förderung wird die Freude am Sprechen gestärkt, sowie der Wortschatz auf spielerische Art und Weise erweitert.

-       Geschichten

-       Bilderbücher

-       Märchen

-       Gedichte

-       Rätsel, Reime

-       Lieder

-       Rollenspiele

-       Theater              

-       Sprachspiele

-       Bewegungseinheiten usw.

-       Spielerisches Erlernen von Grundbegriffen in Englisch, leichte Lieder, Reime

                                                  

 
Musik und Rhythmik

Das Kind bewegt sich zur Musik. Es hüpft, tanzt, klatscht, wippt und äußert so das „innere Bewegtsein“.

Musikalische Förderung ist ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Arbeit.

-       kreativer Tanz               

-       Lieder

-       Rhythmik

-       Klanggeschichten

-       Bewegungsspiele        

-       Phantasiereisen

-       Flötenspiel

-       Orff-Instrumente

-       Musical

Religiöse Erziehung

Religiöse Erziehung bildet in unserer pädagogischen Arbeit das Fundament unseres täglichen Miteinanders. Durch unsere religiös gelebte Grundhaltung, erfahren die Kinder einen liebevollen, wertschätzenden Umgang miteinander.

Unser Glaube gibt uns Kraft für jeden neuen Tag.

Folgende Werte sind uns wichtig zu vermitteln:

-       Nächstenliebe

-       Menschlichkeit

-       Ehrlichkeit

-       Rücksichtnahme           

-       Wertschätzung

-       Ermutigung

-       Achtung vor der Schöpfung

-       Vertrauen

 

Durch gemeinschaftliches Erleben und Tun wird Religion erfahrbar.

-       Geschichten und Bücher mit biblischen Inhalten

-       religiöse Lieder

-       Rituale (Morgenkreis)

-       Arbeiten nach Kett, Bilder mit Legematerial

-       Gebete

-       Feste und Feiern im Jahreskreis: Erntedank, St. Martin, Nikolaus, Advent und Weihnachten, Palmsonntag und Ostern,
        Muttertag, Vatertag, Fronleichnam, Geburtstag

                     

Kreativität

Durch das Experimentieren ohne Leistungsdruck finden die Kinder zu ihrer natürlichen Kreativität.

Kreative Ausdrucksmöglichkeiten des Kindes sind:

-       Sprache

-       Bauen und Konstruieren

-       Legespiel

-       Musik                          

-       Tanz

-       Verkleidungs- und Rollenspiel

-       Malen, Werken

Bewegungserziehung

...ist die Grundlage für die Entwicklung der kognitiven, sozial-emotionalen und kreativen  Fähigkeiten des Kindes.

Jedes Erfolgserlebnis stärkt Selbstvertrauen.

 

Die Bewegungsfreude unterstützen wir mit verschiedenen Materialien und zu jeder Jahreszeit.

-      Turneinheiten

-       Bewegungsbaustelle

-       Tanzen                           

-       Spiele im Garten

-       Spazieren, Wandern

-       Waldtage                   

-       Schnee rutschen

-       Schi fahren

-       Joggen  

Natur, Umwelt und Gesundheit

Durch eine umweltoffene Bildungsarbeit werden die Kinder zum selbständigen und verantwortungsbewussten Denken und Handeln geführt.

Der sorgsame Umgang mit der Schöpfung ist uns ein besonderes Anliegen.

-       Forschen und Experimentieren

-       Selbständiger Umgang mit Materialien, Werkzeug

-       Mülltrennung

-       Zubereiten von einfachen Speisen                             

-       Gesunde Jause

-       Zähne putzen (Zahnprophylaxe, ...)

-       Exkursionen (Gärtnerei, Zahnarzt, Feuerwehr,  Flughafen, Krankenhaus, Rettung, Schule, …)               

-       Augenreihenuntersuchung

-       Nutzen der Umgebung (Spielgarten, Spielplatz, Wald, ...)

-       Feste und Feiern im Jahreskreislauf

Vorschulerziehung

...beginnt mit dem Eintritt in den Kindergarten und umfasst alle Entwicklungsbereiche des Kindes im Sinne einer ganzheitlichen Förderung.

Folgende Bereiche werden durch unsere Bildungsangebote gefördert:

-       Konzentration und Ausdauer

-       Selbständiges Arbeiten

-       Positive Arbeitshaltung                                                          

-       Disziplin                           

-       Sorgfalt

-       Wahrnehmung

-       Sprachlicher Ausdruck

-       Motorik

-       Kommunikationsverhalten

-       Konfliktlösung

-       Umweltbewusstsein

-       Gesundheitserziehung

 

Damit der Einstieg in die Schule leichter fällt, wird schon während der Kindergartenzeit Kontakt zur Schule geknüpft (Besuch in der Schule, Theaterbesuch, Schuleinschreibung).

Soziale Integration, Interkulturelle Arbeit

Im Kindergarten begegnen sich Menschen verschiedener Herkunft, Kulturen und Sprachen.

Unterschiede und Gemeinsamkeiten werden entdeckt, Unvertrautem wird mit Neugierde begegnet und das Fremde wird als Bereicherung erfahren.

-          Sprachsensibilisierung

-          Erleben kultureller Vielfalt

-          gegenseitiges Respektieren

-          soziales Lernen       

Ein Tag im Kindergarten

Der Tagesablauf gliedert sich in einzelne Phasen:

- Freispiel- und Orientierungsphase: Spielangebote, Spiel-bereiche und Spielpartner werden frei gewählt. Während dieser Zeit gibt es von der Kindergartenpädagogin angeleitete Aktivitäten  für Kleingruppen. Hier haben die Kinder ein breites Feld zur Erprobung verschiedener Kompetenzen, und wir begleiten  sie mit Aufmerksamkeit, im Mitspielen und Dasein, im Unterstützen und Helfen.

- Morgenkreis: Um ca.9.30 Uhr räumen wir gemeinsam auf und treffen uns in der Garderobe zum Morgenkreis. Hier findet ein erstes Miteinander durch gemeinsames Singen, Wiederholen von Fingerspielen, Berichten von Erlebnissen und Gespräche zum Tagesgeschehen statt.

- Jause: Die gemeinsame, selbst mitgebrachte Jause um ca.10.00 Uhr ermöglicht den Kindern nicht nur den Hunger zu stillen, sondern sich auch Zeit zum Rasten und Erholen zu nehmen. An bestimmten Tagen wird mit den Kindern gemeinsam gekocht bzw. eine Jause zubereitet.

Alltagskompetenz wird durch das eigenständige Abwaschen und Wegräumen des Geschirres und das Mülltrennen gefördert.

- Turnsaal: Die Kinder haben dabei die Möglichkeit, ihren Bewegungsdrang durch Lauf- und Fangspiele zu stillen.

- Konzentrationsphase: Ab ca. 11.00 Uhr finden verschiedene  Bildungsangebote in Klein- oder Altersgruppen statt.

Der Tag klingt mit einer Freispielzeit aus.

Je nach Wetterlage verbringen wir viel Zeit im Garten.

 

Um 12.00 Uhr können die Kinder in gemütlicher Atmosphäre Mittagessen. (Küche – Krankenhaus Hallein).

Von 12.00 Uhr bis 14.00 Uhr werden die Kinder abgeholt!

Zusammenarbeit mit den Eltern

Zum Wohle des Kindes möchten wir eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kindergartenteam erreichen. Dies setzt Wertschätzung und Offenheit voraus. Der ständige Austausch mit den Eltern ist unerlässlich, um familienergänzend arbeiten zu können.

Informationen über Bildungsinhalte, Arbeitsweisen, Entwicklungsstand und Verhalten  der Kinder sind Teil unserer pädagogischen Arbeit.

Austauschmöglichkeiten:

-       Elternabend

-       Elternbriefe

-       Elterngespräche

-       Aushang an der Pinnwand

-       Elternbeirat

Organisation

Eingewöhnung:

Im Sommer laden wir alle „Neulinge“ zu einem Schnuppertag ein, um unseren Kindergarten kennen zu lernen. Die eigentliche Eingewöhnungsphase im Herbst lässt sich zeitlich nicht genau festlegen, da der Ablösungsprozess von den Eltern bei jedem Kind anders verläuft. Wir schenken den Kindern viel Zeit für einen langsamen und sanften Einstieg.

 

Anzahl der Gruppen

1 Kindergartengruppe

Betreuung durch 2 Kindergartenpädagoginnen

Öffnungszeiten 7.00 – 14.00 Uhr
Alter der Kinder 3 – 6 Jahre
Anmeldung nach den Semesterferien
Mitzubringen

Geburtsurkunde, Impfpass, Staatsbürgerschaftsnachweis

Reihungskriterien  
  • Kinder aus der Pfarre
  • Kinder, die dem Schuleintritt am nächsten stehen
  • Kinder, bei denen aus sozialen oder erzieherischen Gründen der Kindergartenplatz  wichtig erscheint (Reihung nach Alter)
  • Geschwisterkinder
 
Voraussetzung

die kindliche Reife

Betriebsfreie Zeiten

gesetzliche Feiertage,  

Weihnachts- und Osterferien, Allerseelen,

Tag des Hl. Rupert,

religiöser Fortbildungstag

Ferienregelung

6 Wochen im Sommer (letzte Juli – erste Septemberwoche)

Räumlichkeiten

-       Eingangsbereich mit Garderobe

-       Raumgerüst mit Kuschelecke oben und Puppenstube unten

-       Unser Gruppenraum teilt sich in verschiedene Spielbereiche: Bauecke, Mal-/Basteltisch, Bilderbuchecke
        religiöse Ecke, Platz für Schönes und Interessantes...

-       Waschraum mit Toiletten und einer Dusche

-       kleines Büro

-       Bewegungsraum im ersten Stock

-       Küche im Untergeschoß

-       Pfarrsaal (steht uns für Festaktivitäten zur Verfügung)

-       großer Garten