Eine Christus-Ikone wandert durch Rehhof

Im Pfarrgemeinderat entstand die Idee, in der Fastenzeit eine "Fasten-Ikone" als Anregung zum Gebet in der Familie weiterzugeben. Ähnlich, wie im Advent, wo ein Marienbild weitergegeben wird.

Prof. Franz Waldhör malte für diese Aktion eine wunderschöne Christus-Ikone. Beginnend mit Aschermittwoch wurde diese Ikone nun mittwochs bzw. sonntags weitergegeben. Beigegeben wurden Kreuzwegandachten für Erwachsene und Kinder und Schriften, die österliches Brauchtum und den christlichen Glauben kindgerecht erläutern. Die Aktion fand guten Anklang und wird in der nächsten Fastenzeit wieder angeboten werden.

 

 

Halleiner Fastenaktion 2019 - Maria in der Bibel

Der 1. Abend der Fastenaktion 2019 fand am 12. März 2019 im Pfarrzentrum der Pfarre Rehhof statt, deren Kirche – passend zum heurigen Thema – der Gottesmutter Maria geweiht ist.

Die Religionspädagogin MMag. Dr. Gerlinde Katzinger referierte am ersten Abend und setzte den Schwerpunkt ihrer Ausführungen über die Inhalte, die in der Bibel über Maria zu finden sind. Die „Suche“ der Referentin nach Informationen über Maria  begann in den 4 Evangelien.

Markusevangelium

Das Markusevangelium gilt vielen Theologen als das älteste Evangelium, es dürfte 70 n.Chr. entstanden sein. In diesem Evangelium finden sich nur sehr wenige und recht kurze Informationen über Maria. Diese Texte sind durchaus ernüchternd und stellen das traditionelle Marienbild einigermaßen in Frage. Überhaupt keine Informationen finden sich über die Kindheitsgeschichte Jesu. Die Erzählungen konzentrieren sich auf das öffentliche Wirken des erwachsenen Jesus. Maria gehört nicht zu den Jüngern Jesu und wird auch in der Kreuzigungsszene und der Grablegung Jesu nicht erwähnt.

Die zentralen Texte erzählen vom Wirken Jesu und davon, dass die Menschen in seiner Heimat nicht an ihn als Propheten glauben (der Prophet im eigenen Land zählt nicht). Das Leben Jesu klingt sehr distanziert seiner eigenen Familie gegenüber. In einer Stelle der Schrift sagt seine Familie sogar, das „er von Sinnen ist“. Es ist für Maria sehr schwierig nachzuvollziehen, welchen Weg ihr Sohn Jesus genommen hat.

Die Familie Jesu gilt als durchschnittliche Familie, es ist an keiner Stelle die Rede davon, dass sie eine außergewöhnliche Familie wäre. Markus zeichnet ein sehr nüchternes und ein sehr ernüchterndes Bild von Maria. Marienfrömmigkeit und Marienverehrung, wie sie vor allem in der kath. Kirche und Orthodoxie entwickelt hat, kann sich nicht auf das Markusevangelium berufen. Maria ist eine durchschnittliche Frau, die mit dem Weg ihres Sohnes hadert, ein Schicksal, das sie wohl mit vielen Müttern auch heute teilt.

Matthäusevangelium

In diesem Evangelium wird Maria insgesamt 13-mal erwähnt, entweder namentlich oder indirekt (zB. „das Kind und seine Mutter“). In dieser Schrift gibt es auch ein „Kindheitsevangelium“. Wobei nicht von Kindheitsgeschichten, sondern vom Kindheitsevangelium berichtet werden sollte, weil die Erzählungen über den Eintritt Jesu in diese Welt schon eine Vorabzusammenfassung dessen bieten, was die Evangelien über den erwachsenen Jesus berichten. In der Passionserzählung selbst kommt Maria auch bei Matthäus nicht vor.

Das Matthäusevangelium ist nicht wirklich eine Grundlage für die Marienfrömmigkeit. Maria tritt an keiner Stelle als sprechende oder handelnde Person auf. Sogar bei der Beschreibung der Geburt Jesu konzentriert sich der Evangelist hauptsächlich auf Josef. Es ist nirgends davon zu lesen, dass Maria eine Zustimmung gibt für das, was ihr „zugemutet“ wird. Das ist sicherlich als eine Abbildung der sozialen Ordnung der damaligen Zeit zu sehen.

In diesem Evangelium findet sich auch der theologische Hinweis auf die jungfräuliche Geburt Jesu im Alten Testament.

Lukasevangelium

In diesem Evangelium wird zweifelsfrei am meisten über Maria berichtet. Zu den bekanntesten Bibelstellen zählt die Weihnachtsgeschichte im Lukasevangelium, davon wissen auch Schüler am meisten, diese Geschichte kennen sie einigermaßen.

Der Evangelist hat den Beinamen „der Ikonenmaler“ bekommen. Dies wahrscheinlich deshalb, weil die Erzählungen sehr persönlich und genau beschrieben sind, fast „ausgemalt“. Er setzt auch andere Schwerpunkte im Zusammenhang mit Maria im Gegensatz zu den vorgenannten Evangelisten. Bei allen zentralen Ereignissen ist Maria beim Lukasevangelium mit dabei. Es gibt auch eine zweite Ankündigungsszene bei der Ankündigung der Geburt von Johannes des Täufers. Maria bringt ihre Bedenken vor, vertraut aber letztlich auf die Ankündigung Gottes und entscheidet selbständig.

Die Geburtsszene wird bei Lukas in Armut beschrieben, weder Nachbarn, Verwandte oder Freunde können Maria unterstützen. Nur die „Randgruppe“ der Hirten kommt Maria zu Hilfe. Es wird schon in der Weihnachtsgeschichte vorweggenommen, dass die Aufgabe, Mutter Jesu zu sein, keine Einfache ist.

Auch bei Lukas ist nachzulesen, dass Maria ihren Sohn nicht immer versteht, es kommt auch zu Zurückweisungen Jesu mit dem Hinweis, dass nicht die Blutsverwandschaft das Wesentliche ist („… selig sind die, die das Wort hören und es befolgen“). Für Jesus ist Maria nicht nur Mutter, sondern vor allem auch Hörende und Glaubende und sie nimmt auch keine besondere Position ein. Maria ist in erster Linie ein Vorbild im Glauben.

Johannesevangelium

Dieses weicht in vielen Belangen von den anderen Evangelien ab, auch hinsichtlich der Erzählungen über Maria. Eine Stelle ist die Erzählung über die Hochzeit zu Kanaa und eine weitere die Szene mit Jesus am Kreuz. Diese beiden Erzählungen bilden einen Rahmen über das öffentliche Wirken Jesu. Als der Wein bei der Hochzeit zu Kanaa ausgeht, holt sich Maria eine schroffe Zurückweisung von Jesus, als Jesus sie mit „Frau“ und nicht mit Mutter bezeichnet und dadurch auf Distanz zu ihr geht. Als Grund für die Distanzierung sagt Jesus, dass seine Stunde noch nicht gekommen ist. Daraufhin gibt Maria den Dienern den Auftrag das zu tun, was Jesus ihnen sagt und bestätigt damit das volle Vertrauen in das Tun Jesu. Und dieses Vertrauen wird ein „voller Erfolg“ in Form des Wunders von Kanaa.

Nach dieser Hochzeit wird Maria von Jesus nur mehr ein einziges Mal unter dem Kreuz genannt. In dieser Szene wird vollendet, was sich schon zu Beginn des Evangeliums andeutet, nur im Glauben an Gott gehören wir zu Jesus und sind wir mit ihm „verwandt“. Von der leiblichen Mutter wird Maria zur Mutter und Keimzelle, zu der alle Menschen gehören, die sich im Glauben an Jesus zu dieser neuen Familie zugehörig fühlen.

Das Protoevangelium des Jakobus

Im „Protoevangelium“ finden sich Informationen rund um Maria, die in den 4 Evangelien nicht verzeichnet sind. Im 1. Jahrhundert nach Christus wuchs unter den Christen das Interesse, sich an Jesus zu erinnern und das auch niederzuschreiben. So entstanden zahlreiche Texte, aus denen das „Neue Testament“ zusammengestellt wurde. Dabei gab es in den Gemeinden durchaus Unterschiede, welche Texte gelesen wurden bzw. welche Textquellen Verwendung fanden. Die große Anzahl an Texten machte später eine Auswahl und eine Ordnung notwendig und führte zu einer regional sehr unterschiedlichen Diskussion über die Verbindlichkeit der einzelnen Texte. Bis zum 4. Jahrhundert gab es keine zentrale kirchliche Autorität, die über eine Auswahl der Texte hätte entscheiden können. Sehr früh aber war man sich einig über die 4 Evangelien, dass diese besondere Wichtigkeit haben.

Die nicht weiter als besonders wichtig geltenden Schriften galten lange als geheim, was aber nicht richtig ist, da diese in Bibliotheken durchaus verfügbar waren und auch heute leicht verfügbar sind.

Zu den geschätzten Schriften gehört u.a. das „Protoevangelium“ des Jakobus. In diesem finden sich einige Schlüsselstellen hinsichtlich des Verständnisses der Marienverehrung in den verschiedenen Orten und Gemeinden. Joachim und Anna, die Eltern Marias, werden als sehr angesehene Personen beschrieben, die sich über die Geburt ihrer Tochter (Maria) sehr freuen; eine Freude über ein neugeborenes Mädchen, die damals durchaus nicht üblich war. In ihrer Dankbarkeit über die von Gott genommene Schmach der Kinderlosigkeit versprechen sie, ihr Kind in den Tempel zu bringen und dort bis zum 12. Lebensjahr aufwachsen zu lassen. Josef wird in diesem Evangelium als Witwer beschrieben, von daher kommt sicher auch die übliche Darstellung von Josef als „älteren“ Mann. Josef wehrt sich zuerst, Maria in ihre Obhut zu nehmen, lässt sie aber noch im Tempel zurück, da er noch einige Projekte beruflich fertig machen musste. Maria wurde ausgewählt, am Tempelvorhang mitzuarbeiten. Bei dieser Tätigkeit kam es zu einer Erscheinung, in der ihr mitgeteilt wurde, dass sie zur Mutter Jesu ausgewählt wurde. Maria wird als 16-jährige beschrieben, als sie diese Mitteilung bekommt. Als Josef von der Arbeit heimkehrt, ist Maria im 6. Monat schwanger. Josef weint bitterlich und macht sich auch selbst Vorwürfe, warum er sich nicht besser um Maria gekümmert hat. Erst durch die Erscheinung eines Engels im Traum nimmt Josef diese Umstände an und lässt die „Dinge“ kommen wie sie kommen sollen.

Eine der Kernaussagen dieses Evangeliums ist jene über die Jungfräulichkeit Mariens, die auch nach der Geburt Jesu Jungfrau bleibt. Die Geburt selbst wird so beschrieben, dass sie in einer Höhle stattgefunden hat. Die Szene mit der Krippe im Stall gehört in dieser Schrift zur Furcht vor Herodes, vor dem Jesus versteckt werden musste.

Autor: Helmut Meisl, Hallein

 

 

Kunterbuntes Faschingstreiben in Rehhof

Am Sonntag, 24.02., veranstaltete unsere Frauenrunde mit zahlreichen weiteren Helferinnen und Helfern wieder ein kunterbuntes Faschingstreiben für unsere Kleinen. Viele waren gekommen und hatten jede Menge Spaß.

Danke an die Frauenrunde und alle, die sich mit eingebracht haben und so diesen gelungenen Nachmittag möglich gemacht haben!!

Pfarr-Flohmarkt

Am Wochenende 02./03.02.2019 veranstalteten wir heuer wieder einen Flohmarkt, der dank unseres gut eingespielten Teams wieder erfolgreich war. Danke allen fleißigen Händen vor Ort und auch allen fleißigen Händen, die unser Team und alle, die zum Stöbern gekommen waren, mit leckersten Kuchen und Mehlspeisen verwöhnten!

20 wetterfeste Sternsinger waren für die gute Sache unterwegs!

Auch heuer haben sich wieder 20 motivierte junge Rehhofer Kinder am 4. und 5. Jänner auf den Weg gemacht und für die ca. 500 Projekte in Armutsgebieten gesungen und gesammelt. Der massive Wintereinbruch wurde tapfer gemeistert; einige waren an beiden Tagen im Einsatz. Müde, nass, aber mit Begeisterung sind sie von ihren Einsatzgebieten wieder zurückgekommen. Und ... es war cool!!

Danke auch den 7 Begleiter/-innen und den 9 Jausenspenderinnen für ihren Einsatz!